Was ist eine Zeiteinheit?
Die Zeiteinheit, auch Timeframe genannt, gibt an, welche Dauer jede Kerze darstellt. In einem 15-Minuten-Chart steht jede Kerze für 15 Minuten. In einem 4-Stunden-Chart steht jede Kerze für 4 Stunden.
Sie ist eine der wichtigsten Einstellungen eines Charts, weil sie den Detailgrad, den Sie sehen, vollständig verändert.
Große Zeiteinheit: der Kontext
Große Zeiteinheiten wie 1 Tag, 1 Woche oder 1 Monat dienen dazu, den Kontext zu verstehen. Sie helfen, den Haupttrend, große Unterstützungs- und Widerstandszonen sowie wichtige Bewegungen zu erkennen.
Wenn Sie beginnen, starten Sie immer mit etwas Abstand. Ein zu kleiner Chart, also eine kleine Zeiteinheit, kann den Eindruck vermitteln, dass sich alles in alle Richtungen bewegt.
Kleine Zeiteinheit: die Präzision
Kleine Zeiteinheiten wie 1h, 15 Minuten oder 5 Minuten geben mehr Präzision. Sie können helfen, eine lokale Reaktion des Preises zu sehen, sind aber auch deutlich lauter. Sie dienen vor allem dazu, einen Ein- oder Ausstiegspunkt zu verfeinern, sobald ein Setup bereits auf größeren Zeiteinheiten identifiziert wurde.
Je tiefer Sie in der Zeiteinheit gehen, desto größer ist das Risiko, sich in Bewegungen zu verlieren, die wenig Bedeutung haben.
Die 4h-Zeiteinheit: die Brücke
Die 4h-Zeiteinheit ist sehr nützlich, weil sie als Brücke zwischen Kontext und Ausführung dient. Sie gibt genug Abstand, um das Rauschen kleiner Zeiteinheiten zu vermeiden, bleibt aber präzise genug, um den Aufbau eines Setups zu verfolgen. Oft beginnt man auf 4h zu sehen, ob eine wichtige Zone wirklich reagiert, ob sich ein Trend bestätigt oder ob der Markt anfängt, seine Struktur zu verändern.
Daytrading und Swingtrading
Im Daytrading arbeitet man oft mit kürzeren Zeiteinheiten, weil Entscheidungen innerhalb des Tages getroffen werden. Im Swingtrading arbeitet man mit größeren Zeiteinheiten, weil Szenarien mehrere Tage oder Wochen dauern können.
Die Logik bleibt dieselbe. Eine Unterstützung bleibt eine Unterstützung. Ein Widerstand bleibt ein Widerstand. Eine FVG bleibt eine Ungleichgewichtszone. Was sich ändert, sind Maßstab und Timing.
Grundmethode
Beginnen Sie mit einer großen Zeiteinheit für den Kontext und gehen Sie nur dann tiefer, wenn Sie Präzision brauchen. Zum Beispiel: 1D + 1W für den Kontext, 4H für die Zonen, 1H oder 15 Minuten, um den Ein- oder Ausstiegspunkt zu verfeinern.
